ExtraSchicht auf Zollverein

Im ganzen Ruhrgebiet wurde in der letzten Nacht die ExtraSchicht gefeiert. An fünfzig Spielorten über unser Revier verteilt waren um die zweitausend Künstler zu sehen. Dabei war an jedem Spielort etwas anderes zu erleben und zu entdecken.

Bei der 18. ExtraSchicht waren wieder unzählige Besucher auf den Beinen, besuchten die unterschiedlichsten Spielorte, die mit den Shuttlebussen gut zu erreichen waren und ließen sich musikalisch und künstlerisch unterhalten.

So auch auf dem UNESCO Welterbe Zeche Zollverein. Inmitten der 18. ExtraSchicht fand hier zudem der 13. Deutsche Bergmanntag statt. Zweitausend Knappen waren zu Gast auf Zollverein.

Viele Besucher auf Zollverein wohnten neben den zahlreichen uniformierten ehemaligen Bergleuten dem Bergmännischen Zapfenstreich bei. Sie sangen mit ihnen zusammen die Nationalhymne sowie das Steigerlied. Inmitten dieser Kulisse ein wahrlicher ‚Gänsehaut-Moment‘. Gleich danach ertönte eine Klangmaschine aus hunderten von Drucklufthörner durch die Nacht und inszenierte zusammen mit einer Licht- und Feuershow eine atemberaubende Stimmung. Das Ganze wurde präsentiert von Christof Schläger und Lunatex.

Auf dem gesamten Zollverein-Gelände wurde viel angeboten. Neben kulinarischen Köstlichkeiten präsentierte sich die Industriekultur und zeigte einmal mehr, dass es weitergeht, auch wenn dieses Jahr der Ausstieg aus dem deutschen Steinkohle naht.

Eins ist jedenfalls sicher: das Ruhrgebiet steht für Industriekultur und hat vielerorts den Wandel eindrucksvoll vollzogen und gleichzeitig das Andenken an längst vergangene Tage, wo einst die schweren Maschinen und Bergleute malocht haben, bewahrt. Ansprechend und bei tausenden beliebt, zeigt sich einmal mehr, dass die Bevölkerung sich mit ihrer Region verbunden fühlt und mithin großes Interesse an der ExtraSchicht hat. Tradition bewahren, Fortschritt leben, so könnte es wohl in etwa umschrieben werden.

Glück auf!

[Fotos: Ralf Zeiß & Silke Senftleben]

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