Stimmungsvoller KfD-Karneval und bewegender Abschied einer Clown-Ära

Auch in 2018 bringt die Frauengemeinschaft von St. Laurentius wieder einmal ein umfangreiches und wirklich tolles Programm auf die Bühne. Die Session ist kurz und in nur vier Wochen Vorbereitung ist ein abwechslungsreiches und gewohnt ansprechendes, ja mitreißendes Programm entstanden. Hut ab, vor dieser Leistung. Zwei Tage, je vier Stunden Unterhaltung vom Feinsten. Das fanden auch die zahlreich erschienenen Damen im Publikum.

Traditionell gab es auch dieses Jahr wieder viel zu lachen und individuell zusammengeschneiderte Sketche, Büttenreden, Tanzeinlagen und natürlich der gewohnte Gesamtgruppenchor. Dieses Jahr ließ sich, nach einiger Zeit auch wieder die Märchentante blicken und begrüßte ihre Fans. Im Gepäck hatte sie natürlich ein Ruhrpottmärchen – Dat Dornrösken. Prima, wie unser Revierdialekt in diesem Stück zur Geltung kam. Für jeden, der hier zu Hause ist, eine wahre Wonne!

Die Damen im Publikum wurden Zeuge vom kürzesten Besuch der Geschichte. Aber durchaus hilfreich, wenn man bedenkt, dass in der Zeit des Besuchs doch andere und weit innigere Dinge getan werden können. Aber die liebe Verwandtschaft… gut, dass es Verlass auf die öffentlichen Verkehrsmittel und die ein oder andere Gefahrenzone in der Nähe gibt. Weiter im Programm lernten wir noch, wie man sein Geld gut anlegen kann und letztendlich, wo es doch immer noch am sichersten verwahrt werden sollte. Frau weiß ja schließlich erst was sie hat, wenn sie es fest in ihren Händen hält…

Zwischendurch war es dann auch höchste Zeit, die Bühne mal wieder so richtig gründlich zu reinigen. Dafür kamen die flotten Bienen angesummt und machten musikalisch den Boden blank. Natürlich gehörten auch Büttenreden zum Programm, so schilderte eine abgerackerte Hausfrau von ihren Erfahrungen beim Aerobic und von den Leiden ihres Mannes, als er der bitteren Wahrheit ins Auge sehen musste, denn Aerobic ist nicht Erotik – ja, das Leben kann hart sein…

Die Schwiegermutter war auch zu Gast und ließ es sich nicht nehmen, mal aus ihrer Sicht über die zahlreichen Schwiegersöhne zu erzählen. Ich kann sagen, da bekam jeder sein Fett weg und kein Auge blieb trocken.

Es ist schier unmöglich hier alle Programmpunkte wiederzugeben. An beiden Veranstaltungstagen war einfach eine ganze Menge tolles los auf der Karnevalsbühne der KfD. Den Schlusspunkt setzte traditionell die gesamte Gruppe als Chor. In diesem Jahr ganz im Zeichen der Bayern. Fesche Mädels und ‚Buben‘ tanzen und sangen in bayerischer Manier. Spätestens da hielt es auch die letzte Zuschauerin nicht mehr auf ihrem Stuhl. Mitsingen und mitschunkeln war angesagt.

Durch das gesamte Programm führte auch in diesem Jahr wieder der fröhliche und lustige Clown mit den blauen Locken. Seit nun mehr 10 Jahren ist es der Part von Elsbeth Fries die einzelnen Hobbykünstlerinnen anzusagen, dem Publikum zuzuprosten und zu fragen, ob sie gut versorgt sind. Mit viel Liebe und Leidenschaft machte sie es zu ihrer Aufgabe, dem Ablauf des Programms ihre ganz persönliche Note zu geben. Hier und da einen flotten Spruch auf den Lippen sowie die ein oder andere Bemerkung einfach mal zum Mitdenken im Raum stehen zu lassen. Vom Publikum und allen Mitwirkenden geliebt und immer freudig empfangen, viel es ihr sichtlich schwer an ihrem 10-jährigen Jubiläum ihre Entscheidung mitzuteilen. Der Clown verabschiedet sich als Moderatorin – getreu dem Motto, wenn es am Schönsten ist, sollte man aufhören. Ja, was bietet sich da besser an als das 10. Jubiläum. Ein bewegender Abschied und gewiss eine Ära die nun zu Ende geht. Ich begleite den KfD-Karneval fotografisch jetzt schon seit dem Jahr 2010 und ich kann sagen, es wird etwas fehlen und zunächst wird es ungewohnt sein, den Clown mit den typischen blauen Locken nicht mehr im Programm zu sehen. Aber ich finde es einen schönen Anlass, sein eigenes Jubiläum für den Rücktritt zu wählen und so ganz weg ist sie ja dann auch nicht …

Der KfD-Karneval geht auch im nächsten Jahr weiter und wir alle dürfen auf das Programm und die verschiedenen Besetzungen gespannt sein. Ich jedenfalls freue mich schon, wieder Teil dieser tollen Truppe an den jecken Tagen zu sein.

Liebe Frauengemeinschaft, es war wieder ein rundum gelungenes und wirklich tolles Programm. Was ihr da geleistet habt, lässt sich in Worten kaum bis gar nicht beschreiben. Herzlichen Dank dafür, auch im Namen eures Publikums und eurer Fans, die an beiden Tagen fröhlich, gut gelaunt und schier beeindruckt waren, von dem was ihr ihnen wieder einmal geboten habt.

Helau und Alaaf aus dem Pott

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